Urlaub mit dem Hamster?

Urlaub mit dem Hamster?

Juhu, die Ferienzeit ist da! Viele von euch werden jetzt verreisen, sich die Welt anschauen und viele neue Eindrücke sammeln und sicher freut ihr euch darauf. Aber wie werden eigentlich eure Hamster oder Rennmäuse im Urlaub versorgt? Die denkbar schlechteste Lösung ist es, die Tiere einfach mehrere Tage allein zu lassen und darauf zu hoffen, dass sie sich ihr Futter einteilen. Sicher sind gerade Wühler in der Lage eine längere Zeit von ihren Trockenfuttervorräten zu leben, dafür legen sie diese ja auch an. Aber bei warmen Wetter können sie auch verderben und werden dann schnell ungenießbar. Aber vor allem das Wasser im Napf oder in der Tränke wird bei hohen Temperaturen schnell schlecht und ist dann stark mit Bakterien belastet. Länger als 24 Stunden sollte es nicht im Napf stehen. Auch Gemüse oder Grünfutter bleibt nicht länger als wenige Stunden im Gehege frisch. Ohne die täglichen Frischfuttergaben und frisches Wasser kann es dann bei den Tieren sehr schnell zur Austrocknung kommen.

Ein weitaus wichtigerer Punkt ist allerdings die massive Überhitzung im Gehege, wenn eine ausreichende Belüftung des Zimmers im Sommer fehlt. Wer in den Urlaub fährt, wird die Fenster natürlich nicht auflassen, um damit diebischen Zeitgenossen freien Zugang zum Heim zu geben. So heizt es sich in dem Zimmer, in dem die Haustiere wohnen, sehr auf, was noch schneller zur Überhitzung und Dehydration führt. Das überleben nur wenige Tiere unbeschadet.

Die Tiere einfach mitnehmen oder in eine Tierpension geben? Das geht nur, wenn die Tiere ihre eigenen Gehege behalten können und der Transportweg ins Urlaubsdomizil kurz ist. Allerdings ist es häufig nicht möglich, die großen Gehege zu transportieren. In kleineren, fremden Gehegen fehlen, auch wenn bekannte Einrichtung mitgenommen wird, alle bekannten Duftmarkierungen und die Tiere sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und das allein versetzt sie in Panik und lässt ihren Stresshormonpegel über einen längeren Zeitraum stark ansteigen. Stundenlange Autofahrten in einer kleinen Transportbox und danach die ungewohnte Umgebung am Urlaubsort sind für Hamster, Rennmäuse und Co kaum zu ertragen und durch den Stress werden die kleinen Wesen schnell krank. So toll wir Urlaub und Unbekanntes selbst auch finden, unsere standorttreuen Tiere leiden wirklich sehr unter einer Urlaubsfahrt.

Also muss rechtzeitig jemand im Freundeskreis gefunden werden, der sich um unsere Hausgenossen kümmert. Dieser sollte dafür auch etwas mehr Zeit einplanen. Die Tiere müssen nicht nur täglich mit Wasser und Futter versorgt werden, auch sollten die Räume gründlich gelüftet werden und es ist darauf zu achten, dass alle Tiere gesund und munter sind. Gerade bei Hamstern, kann es schon etwas dauern, bis man sie zu Gesicht bekommt. Ist im Freundeskreis niemand zu finden, der sich kümmern kann, lohnt es sich immer, in größeren Foren oder anderen Communities nachzufragen. Häufig finden sich andere Tierhalter in der Nähe, die auch nach Urlaubspflege suchen und ihr könnt dann gegenseitig eure Tiere versorgen. Nicht selten sind dabei schon schöne Freundschaften zwischen Tierhaltern entstanden.